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Jubiläumsschrift

125 Jahre Feldschützengesellschaft Unterbach

1877 – 2002

 

Geschichte der Feldschützengesellschaft Unterbach

Am 27. Mai 1877 versammelten sich etliche Schützenfreunde in der Wirtschaft Graber in Unterbach, um eine Schützengesellschaft zu Gründen.

1. Eintrag im Protokollbuch: (getreue Abschrift, mit allen orthograph. Fehlern)

In Folge einer Gründung von Feldschützengesellschaft in Unterbach:

Versammelten sich folgende Schützenfreunde heute den 27.dies hier in der Wirtschaft Graber zur Besprechung folgender Traktanda wie folgt:

I. Wahl eines provisorischen Vorstandes, es wurde gewählt:

a. Der President, Peter Schild raz

b. Der Sekretär, Peter Graber

c. Der Kassier, Samuel Baumann Graber

II. Der Vorstand wurde beauftragt von sämtlichen Anwesenden zur Entwerfung einer Statuten.

Die Gründer dieser Gesellschaft:

1. Peter Schild raz

2. Peter Graber

3. Samuel Baumann Graber

4. Niklaus Brog

5. Danjel Jaun

6. Heinrich Anderegg

7. Andreas Graber Flück

8. Jakob Egger

9. Johann Glarner

10. Ulrich Tännler

11. Peter Jaun

12. Johann Jaun

13. Ulrich Jmdorf

14. Alexander Dähler

15. Heinrich Mätzener

16. Andreas Jaun

17. Peter Santschi

Danjel Graber Amtsrichter

Abgelesen und Bestätigt Namens der Gesellschaft

Der President Peter Schild

Der Seckretär Peter Graber

Unterbach den 27. Mai 1877.

2. Eintrag im Protokollbuch

Verhandlungen der Geselschaft

I Die von dem provisorischen Vorstand entrichtete Statuten vom 10. Juni 1877 wurden von der sämtlichen Gesellschaft einstimmig angenommen und der Militärdirektion des Kantons Bern zur Sanktion übermacht.

II Wahl des devinitiven Vorstandes

a. Der Schützenmeister Peter Schild

b. Der Scheibenmeister Samuel Baumann

c. Der Kassier Ulrich Imdorf

d. Der Sekretär Peter Graber

e. Als ferneres Mitglied Danjel Graber Amtsrichter

Ferner wurde gewählt als Weibel Niklaus Brog

III. Die erste Schiessübung soll stattfinden den 8. Juli

IIII Der Scheibenmeister soll bis 8. Juli 2 Scheiben verfertigt haben, von welchen die Kosten der Gesellschaften zufallen.

Abgelesen und bestätigt Unterbach den 10. Juni 1877 Namens der Gesellschaft

Der President Der Seckretär

Peter Graber Peter Schild

3.Am 8. Juli 1877 "wurde dem Heini Graber Wirth die Schützenwirtschaft fürs Jahr 1877 geschenkt, weil er Fr. 20.—(schreibe Zwanzig) der Gesellschaft als freiwillige Ehrengabe erklärte zu geben.

4.Wurde dem Peter Graber fr. 3 für die Statuten in 2Toppel zu ferrertigen zuerkannt.

Am 23. September 1877 "wurde die fehlenden Mitglieder gestraft nach dem Reglement. 1. Jakob Egger, Ulrich Tännler, Johann Jaun, Stuki Lehrer und wurde beschlossen den zeigern roth Hemden und Kappen zu verschaffen.

Grimpelgaben sollen wenigstens 3fr. Wert enthalten.

Die erste Abrechnung für 1877 lautet:

Rechnung von Ulrich Jmdorf derzeit Kassier

Einnahmen

Ausgaben

1877 die Unterhaltsgelder betrugen von 25 Mitgliedern à Fr. 3

75.00
0.60
2.00

Oktober Ueberschuss an Punktengeld

Sept. 6. Buss von 4 Mitgliedern 50 rp

77.60

Juni 8. Für neue Scheiben

10.40 5.00

Febr. 17. Dem Peter Schild für eine Scheibe

Jäner 19. An Kohler für Bücher und Carton und Zeigerhemd

5.00

Oktb 6. Taggelder am grimpelschiessen

5.00

Für neue Statuten zu schrieben an P. Graber

3.00
2.40
3.55
4.30
0.60
8.80
0.20

Juni 8. Taggeld für Zeiger

Juli 22. Taggeld und Verabfolgtes für Zeiger

Sept. 23. " " und Verabfolgtes

" " Scheibenmaterial

Oktbr. 6. Taggeld und Verabfolgtes für Zeiger

" " Für Scheibenartikel

77.60

49.05

49.05

Bleibt in der Kasse

28.65

Soweit die Eintragungen im Protokollbuch vom ersten Vereinsjahr.

1878

Der Vorstand wurde beauftragt mit der Bäuertgemeinde über einen Schiessplatz zu verhandeln. Zudem wurde beschlossen, dass jedes Mitglied einen Tell von Fr. 4.00 zu bezahlen hat. Dieser Betrag sollte zum Bau eines Scheibenhauses genützt werden.

1881

Wurde der Bau des Schützenstandes beschlossen.Für den Bau wurde ein Taglohn von 3 Franken beschlossen. Der Zimmermann soll 50 Rappen Zulage erhalten, wenn er mehr als die ordentlichen Tagwerke leistet. Sämtliche Arbeiten sollen von den Schützen der Gesellschaft ausgeführt werden mit allfälliger Ausnahme eines Maurermeisters. Bauholz soll für 40 Rappen per Kubik aus die Säge und zurück auf die Parzelle gebracht werden.

1885

Am 8. Februar 1885 wird an der Hauptversammlung Lehrer Hans Wyss zum Sekretär gewählt. Er betreut diese Aufgabe bis 10 Jahre lang.Im gleichen Jahr wurde beschlossen3 Exemplare der Scheiben I, III und V anzuschaffen von der Firma Schenk in Grenchen zum Gesamtbetrag von Fr. 22.50.Zudem wurde beschlossen neue Statuten zu erstellen. Im September beantragt der Vorstand, es seien die Nebenwände des Schützenhauses teilweise herauszusägen und in Balken zu verwandeln. Die Mitglieder des Vorstandes erklären sich bereit unentgeltlich ausführen zu wollen. Durch Nachlässigkeit des Scheibenmeisters gingen die neuen Scheiben zu Grunde. Es wird beschlossen die nötigen Scheibenbilder anzuschaffen und die Instandstellung der Scheiben zu besorgen.

1886

Der Kugelfang befindet sich in einem höchst reparaturbedürftigen Zustand. Der Vorstand erklärt sich bereit, die Reparaturarbeiten unentgeltlich auszuführen.

1887

Werden die neuen Statuten genehmigt. Art. 10 wird dahin abgeändert, dass die Hauptversammlungen im März stattfinden sollen.An der nächsten Schiessübung soll nun eine Nidel geschossen werden. Mit der Beschaffung der Nidel soll Weibel Tännler beauftragt werden. An diesem Schiessen soll an Stelle des Nachtessens eine Nidel treten, dazu sollen die Spenderinnen von Ehrengaben eingeladen werden.

1888

Der Wirt Graber gibt den Austritt, so wird beschlossen, denselben zu ersuchen, als Schützenwirt der Gesellschaft ein Entgeld zu leisten. Im Weigerungsfalle behält sich die Gesellschaft vor, ihren Bedarf an Alkohol beliebigenorts zu beziehen.

1889

Es wird beschlossen mit der Schützengesellschaft Brienzwiler in Unterhandlung zu treten, betreffend Durchführung eines gefechtmässigen Schiessens, ev. eines blindes Gefechtes.

1890

Werden die revidierten Statuten genehmigt.

1892

Wird Peter Schild in Anbetracht seiner Verdienste um die Gesellschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Auf dem Brünig findet ein Schiessen statt, veranstaltet von den Schützengesellschaften Brünigen und Lungern. Unterbach will an diesem Schiessen teilnehmen.Der Sekretär wird beauftragt beim Kreiskommando anzufragen, ob alle Mitglieder mit dem neuen Gewehr schiessen dürfen und ob bei ungünstiger Witterung das tragen des Kaputs erlaubt sei.

1896

Wird beschlossen ein Horn anzuschaffen. Der Vorstand wird beauftragt bis zum 19. April neue Statuten auszuarbeiten. Der Präsident wird schriftlich aufgefordert seinen Pflichten besser nachzukommen oder den Austritt zu erklären. An einer Versammlung im September wird Lehrer Wyss zum Präsidenten gewählt. Gottfried Glarner, Zimmermann legt einen Plan für einen transportablen Schützenstand vor. Die Kosten dafür würden 110. —Franken betragen. Gottfried Glarner wird mit der Erstellung beauftragt. Die Mitglieder werden zu den notwendigen Tagwerken zum erstellen des Schützenstandes verpflichtet.

1905

Wurde beschlossen ein grösserer Schützenstand und Scheibenstand zu bauen. Die Mitglieder mussten für die Bausumme Garantie leisten. Der Vorstand soll abklären ob Telefon und Läutwerk installiert werden kann. Die Gesellschaft nimmt bei der Amtsersparniskasse ein Darlehen von 2000 Franken auf.

1907

Trat die neue Militärorganisation in Kraft. Ihr gemäss war fortan die obligatorische Schiesspflicht in einem Schützenverein zu erfüllen. Die Gemeinden hatten für die Uebungen notwendigen Plätze unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Damit war den Schiessvereinen vom Bund eine schöne und dankbare, aber auch verantwortungsvolle Aufgabe übertragen. Schützenmeisterkurse erlaubten es den Vorstandsmitgliedern, sich in der Durchführung auszubilden. Die militärischen Instanzen stellten Programme mit den zu erfüllenden Mindestleistungen auf; sie bezweckten, die Schiesstätigkeit der Wehrpflichtigen zu fördern. Der Schweizerische Schützenverein unterstützte diese Bestrebungen, indem er für gute Leistungen Anerkennungskarten abgab und 1931 die Verleihung von Feldmeisterschaftsmedaillen beschlossen.

1910

In diesem Jahr geht es um Vorunterricht für Jungschützen. Für Jungschützen die, die geforderten Leistungen erbringen erhält die Gesellschaft 5 Franken. Die Gesellschaft hat die nötigen 54 Patronen zu liefern. Es wird beschlossen solche Jungschützen auszubilden.Im August 1910 werden die neuen Statuten angenommen. Diese sollen vervielfältigt werden.

1911

Wird beschlossen den Mitgliedern, welche 20 und mehr Jahre der Gesellschaft angehören ein Diplom zu verabreichen.

1913

Wird eine Sammelaktion zu Gunsten der Militäraviatik beschlossen.

1917

Beitritt zum Oberländischen Schützenverband.

1919

Beschlussfassung über Wiederherstellung des Scheidenstandes, der offenbar einem Sturm zum Opfergefallen war. Mit dem Aufrichten will man zuwarten bis die neuen Schiesstand Vorschriften im Besitz der Gesellschaft sind. Die Drähte der Telefonleitung sollen abmontiert und versorgt werden. Die Bäuertgemeinde soll ersucht werden 10 Leitungsmasten zu Liefern. Im September 1919 wird mit dem Bau des Standes begonnen, die Mitglieder zur Tagwerkleistung verpflichtet.

1920

An einer Versammlung im Jahre 1920 geht es um die Teilnahme am Berner Kantonalschützenfest. Es wird beschlossen Unterschriften zu sammeln. Wer Unterschrieben hat und nicht teilnimmt muss 20 Franken Busse bezahlen.

1921

Wird beschlossen , wer am Feldsektionswettschiessen nicht teilnimmt muss 3 Franken Busse bezahlen.

1923

Der Sekretär wird beauftragt, ein Gesuch an die Bäuertgemeinde zu richten, betreffs Erwerbung der Schusslinie.

1924

Im Jahre 1924 wird beschlossen, den Gruppen die am Becherschiessen am Berg (Hasliberg) teilnehmen Franken 10. —zu zahlen.

1925

Wurde an der Hauptversammlung beschlossen, die Schützenzeitung künftig in der Gaststube in solidem Rahmen aufzustellen. Die Kosten für den Rahmen fallen dem Wirt zu. An der gleichen Versammlung wurde beschlossen, wer beim Obligatorischen Schiessen noch Ausstände vom vorigen Jahr hat, darf nicht schiessen.

1926

Wurde auf Anfrage vom Gemeinderat Meiringen beschlossen, die Schützengesellschaft Balm auf dem Schiessplatz Rumpel Schiessen zu lassen. Entschädigung Fr. 50. —pro Jahr. Das Material und Personal hat die betreffende Gesellschaft selber zu stellen.

1927

In diesen Jahren wurde das Feldschiessen im Rumpel ausgetragen. Im Protokoll steht: Am Feldsektionwettsschiessen wird beschlossen teilzunehmen. Dieses findet statt: Am 8. Mai im Rumpel wie bisher. Thöni und Anderegg Ernst Zaun, muntern die Mitglieder auf, recht zahlreich zu erscheinen und vermehrt zu üben. Ebenfalls 1927 wurde ein Jubiläumsschiessen durchgeführt. (50 Jahre Feldschützengesellschaft Unterbach) für dieses Schiessen wurden die folgenden Artikel bestellt:.

Schiesstag: 28. August od. 4. September 1927. Der Jahresbeitrag betrug Fr. 6.—

100 Pläne, 50 – 60 Ehrenmeldungen, 6 Einzelkränze und 2 Gruppenkränze.

1928

Wurde ein Kranzkasten angeschafft, zum aufbewahren der Kränze im Vereinslokal

1929

Am 6. April wurde beschlossen einen Gesellschaftswanderbecher anzuschaffen. Im Protokoll steht: Aus der Mitte der Versammlung wird der Antrag gestellt, um den Schützengeist zu fördern einen Gesellschaftswanderbecher anzuschaffen. Der Becher wird demjenigen Schützen zufallen, der am Obligatorischen und am Fakultativen Programm zusammen das höchste Resultat erzieht. Wer den Becher 3 mal heraus schiesst, kann ihn als Eigentum in seinen Besitz nehmen.

In der Chronik der Feldschützen Unterbach ist zu diesem Becher folgendes eingetragen:

Bächerring:

Fir no e chlin meh Schitzengeischt und Ifer in ysi Gsellschaft z`bringen, hed me an der Höiptversammlig vom 6 Abrellen 1929 bschlossen, me mechti en Wanderbächer in Wärd vun eppa sächzg bis sibezg Franken züöhetön. Den Bächer selli den där , wa im Obligatorischen und am Fäldschiessen dem Schwarzen und dem Man am wieschtischten züögsetzt heigi, fir nes Jahr terfen hein nän. D`s Jahr drüf müös är nen den umhi bringen, und den wurd vun Nimmem drum schossen. Wen den en Schitz dry mal hed z`Gfel ghäben, den Bächer z`gwinnen, so tarf er nen den als sys Eigetum bhalten.

Jetzt fad dyn Wanderschaft an! Megi dyn Reis rächt en lengi wärden: vum Leuersbiehl bis uf Underheid, vun üsi an der Aar bis zòberscht uf Züün üfi! Und mags den syn was will, wa dü dyn Rüöhw wirscht finden-- das Plätzli tien mier dier den nid vergennen. Mir frewwen is mid däm, wan di hed megen erobren!

Die Gewinner dieses ersten Gesellschaftbechers:

1929 H. Müller

1930 Ernst Anderegg Zaun

1931 Arnold Imdorf

1932 Anderegg ernst Zaun

1933 Arnold Imdorf

1934 Anderegg Ernst Zaun endgültiger Gewinner

Im Jahre 1935 wurde beschlossen zwei Wanderplaketten anzuschaffen

Eintrag in der Chronik:

Eppis Niwws:

Där Bächer ischt gwiss schon nah säx Jahren fir gengen uf Züün üfi chun. D`Züüner syn halt bees Schitzen!

Me hed düö üse bracht, me welli e kein Bächer meh aschaffen. Me hed si uf zwo Plaketti geiniged, wa me den zween Beschten im Obligatorischen und am Feldschiessen als Anerchenig welli uberreichen. Die Plaketti sellen den aber nid wanderen, wie der Bächer, die sellen den grad Eigentum vom Gwinner blyben. D`Gwinner von zween selen Prisen terfen den aber in den nächsten zwei Jahren nimma drum konkurieren. Darmit bezwäckt me, das den o eis en Jingere un Prise mechti. Bin zwei glich heien Resultaten hed das der Vorrand, wa meh Tefschitz üfwyst. Die ersten Plaketti sellen schon hyr, also 1935 terfen üsagschossen wärden.

1931

Musste jedes Mitglied 1 Franken extra bezahlen, für die Kosten des Kranzschrankes. Die Schiessanlage wurde um eine Scheibe erweitert. Die Kosten betrugen 600-700 Franken. Auch im Jahre 1931 gewannen die Feldschützen Unterbach den 1. Wanderbecher vom Oberhasli - Wanderbecher Schiessen, zum Eigentum. Leider fehlen von diesem Anlass Aufzeichnungen vor 1931.

1932

Im Jahre 1932 fand das Feldschiessen wahrscheinlich zum ersten mal in Balm statt. Im Protokoll steht: Das Feldsektionswettschiessen, wird voraussichtlich in Balm stattfinden, wegen zu stark abgelegenem Schiessplatz im Rumpel. Im Balm wird nur geschossen, wenn unsere Gesellschaft nicht finanzielle Opfer bringen muss. Die Sache wird dem Vorstand überlassen.

1937

Werden die neuen Statuten von der Versammlung genehmigt. Es werden 100 Exemplare bei der Buchdruckerei Ehinger für Fr. 45. —bestellt.

In diesem Jahr ist auch das erste Schiessen auf Zaun abgehalten worden.

Schiessprogramm:

10 Schuss 2 Probeschüsse 2x4 Schüsse ohne zu Zeigen. Anschliessend „rietlen“ oder Parteistich. Zvieri: Schöppli Wein, Käse und Brot.

Sieger Thöni Ulrich und Kohler Andreas Zaun je 64 Punkte.

Für das Becherschiessen in Guttannen wird beschlossen, nur eine Gruppe zu entsenden. Die Gruppenschützen:

Thöni Ulrich, Anderegg Ernst, Zaun, Kohler Andreas Zaun, Imdorf Arnold und Imdorf Emil. Dieser Gruppe wird bezahlt: 1. Gruppendoppel 2. Fahrt nach Guttannen.

In den Jahren 1937, 1940, 1941, 1943 und 1944 wurden mit den Schützengesellschaften Meiringen und Schattenhalb Zvierischiessen durchgeführt.

1941

In diesem Jahr ist die B.K.W. an unsere Gesellschaft gelangt und teilte mit, das die Schiessanlage in Unterbach entweder mit Hoch- und Tiefblenden gesichert werden müsse, oder die Anlage sei zu verlegen. Grund dieser Massnahmen: Die neu zu bauende Starkstromleitung. Schon die ersten Diskussionen ergaben, dass eine Verlegung der Anlage die beste Lösung ist. Das erste Projekt sah eine Verlegung nach Süden vor, ca. da wo die Scheiben Standen.

1941-1945

stark reduzierte Schiesstätigkeit infolge Aktivdienstes und knapper Munitionszuteilung

1942

Im Jahre 1942 ist man noch nicht viel weiter gewesen. In der Zwischenzeit hat man den Anbau einer Schützenstube diskutiert und im Jahre 1943 den Anbau einer Schützenstube auch beschlossen.

Nach langen Verhandlungen mit der hat sich die B.K.W. bereit erklärt, 17`500. --Franken für die Verlegung der Anlage zu zahlen. Als Standort hat man sich nach langem hin und her fürs Hirssi entschieden. Es ist beschlossen worden, dass jedes Mitglied 2 Tagwerke zu leisten hat. Gebaut wurde die Anlage im Jahre 1944. Der Gesellschaft ist eine finanzielle Belastung von 2777.20 Franken entstanden.

1945

Im Jahre 1945 hat unsere Gesellschaft mit der Gruppe Rumpel am Becherschiessen in Meiringen den Wanderbecher gewonnen. Zum Sieg brauchte es 416 Punkte! Die Gruppenschützen: Graber Hermann 06, Anderegg Ernst, Kohler Andreas, Imdorf Arnold 07 und Imdorf Albin 95.

1946

Am 28. Dezember hat eine Zusammenkunft im Rössli stattgefunden. Minnig Fritz kam mit einer Neuigkeit nach Unterbach. (Minnig Fritz war Lehrer in Unterbach, Ehrenmitglied der Feldschützen Unterbach.) Die Feldschützengesellschaft Unterbach sollen eine Schützenfahne erhalten. Die werten Schützenkameraden Hans und Christian Zumbrunn wollen eine Fahne spenden. Die Fahne solle nach dem Wunsch der Spender in einfachem aber würdigem Rahmen mit einem Fahnenweihschiessen eingeweiht werden. Als Patensektion hat sich in Zuvorkommenderweise Sigriswil zur Verfügung gestellt. (Minnig Fritz war in der Zwischenzeit als Lehrer nach Sigriswil gewählt worden) 1. Fähnrich war Hans Zumbrunn 15, Stellvertreter Werner Graber 10

1947

Fahnenweihschiessen am 28. und 29. Juni Scheibe B10, 10 Schuss plus 2 Probe

Auszeichnung mit 83 Punkten

Im Jahre 1950 ist zum ersten male mit einer Fünf – Jahresmeisterschaft begonnen worden. , nach dem heutigen Punktesystem. (1. Rang = 10 Punkte u.s.w. 10 Rang = 1 Punkt) Die ersten zehn Schützen erhielten Silberbecher in abgestufter Grösse. Wiederaufschwung der Schiesstätigkeit mit vielen Schützenfesten.

1949

Besuch des Eidg. Schützenfestes in Chur. Gewinn des Goldlorbeerkranzes

1952

Wurde am 7. und 8. Juni ein Jubiläumsschiessen organisiert. 75 Jahre Feldschützengesellschaft Unterbach.

1954

Grosser Erfolg am Feldschiessen mit 18 Kranzgewinnern

Zumbrunn Hans, Otth Walter 25, Imdorf Albin 18, Zumbrunn Werner, Neiger Fritz, Kohler Hans 36, Neiger Noldi, Thöni Walter, Zumbrunn Paul, Graber Hermann 06, Imdorf Albin 95, Anderegg Ernst, Maurer Eduard, Zumbrunn Hans, Anderegg Fred, Anderegg Hanspeter, Graber Hermann 33, Neiger Fred

1957

Standeinweihungsschiessen am 27. und 28. April. Zum Ankauf der Munition wurde ein Darlehen von Fr. 700.- aufgenommen. Es wurden 400 Schiesspläne als Einladungen bestellt. Der Zeigerlohn beträgt 2.50 Franken pro Stunde.

1958

Der Jahresbeitrag beträgt 8 Franken

1959

Im Jahre 1959 wurde das Zaunschiessen zum ersten mal am heutigen Standort durchgeführt. Als Neuerung wurde ein Wanderpreis gekauft der vom gleichen Schützen drei mal gewonnen werden muss um den Wanderpreis endgültig zu gewinnen. Als Wanderpreis wurde ein geschnitztes „Gemschi“ angeschafft. Genehmigung der neuen Statuten

Am Unterhaltungsabend des Männerchors Unterbach gaben einige Sänger das folgende Lied, gedichtet von Samuel Luginbühl Lehrer in Unterbach und Dirigent des Männerchor zum besten. Einige Schützen soll es damals in ihrer Ehre gekränkt haben.

Beginn: Es gingen drei Jäger wohl auf die Pirsch

Schiessen: Melodie: Lustig ist das Zigeunerleben...

1. Wichtig ist im Männerleben, faria, faria ho

Dass man immer weiss was reden, faria, faria ho

:In Unterbach ist es allen bekannt,

gilt das Schiessen allerhand, faria.....

2. Kaum ist hier der Schnee zerronnen , faria, faria ho

Hat das Schiessen schon begonnen, faria, faria ho

:Fertig ist die Winterruh,

alles strebt dem Hirssi zu, faria....

3. Hier im Stand sieht man die Mannen, faria, faria ho

Blinzeln und den Riemen spannen, faria, faria ho

:Dreimal atmet jeder tief,

so kommts gut, doch auch schief, faria....

4. Ueben, üben sei dein Ziel, faria, faria ho

Den zum Matcheur braucht es viel, faria, faria ho

:Die lederne Jacke kauf dir schnell,

auf die Nase ein vierfach Gestell faria....

5. Sicher fehlt an dir nicht mehr viel, faria, faria ho

Sonst sitzt jeder Schuss im Ziel, faria, faria ho

:Die Sonne, der Schatten, das Scheibenbild,

wechselt immer und du wirst wild, faria....

6. Im Sommer findet jeden Sonntag, faria, faria ho

Ingendwo ein Schützenfest statt, faria, faria ho

:Geld geht aus und keines ein,

das soll mir ein Festlein sein, faria....

7. So wird auch der Sommer enden, faria, faria ho

„Grümpler“ gibt’s und dann Absenden, faria, faria ho

:Leider ist kein Schiessen mehr,

nun in die Ecke mit dem Gewehr, faria....

8. Doch es atmet jemand auf, faria, faria ho

Gottseidank hört das Schiessen auf, faria, faria ho

:Die Frauen werden sich einig sein,

entlich am Sonntag nicht mehr allein, faria....

9. Ein guter Schütze der ruht nimmer, faria, faria ho

Auch im Winter übt er immer, faria, faria ho

:Seelig und glücklich träumet er,

von Scheiben, Kellen und Gewehr, faria....

1960

Die ersten Sturmgewehre 57 erschienen im Hirssi

1961

Einführung der Kranzkarte durch den SSV. Austausch der Taschenmunition anlässlich der obligatorischen Uebungen

1965

Konnte die Gruppe Wandelhorn, nach einer langen Durststrecke, es sind genau 20 Jahre, den Oberhasli- Wanderbecher in Meiringen gewinnen. Die Gruppenschützen: Moor Peter 44, Glarner Fridolin 35, Schild Adolf 18, Glarner Ernst 23, Otth Walter 25. Der Jahresbeitrag wurde auf 10 Franken erhöht.

1967

Standschiessen am 21., 27. und 28. Mai. 2Probeschüsse, 1, 3, 6 Schuss in einer bez.-weise zwei Minuten. Auszeichnung 43Punkte, Doppelgeld Fr. 12.-

1969

Der Schützenstand wurde umgebaut. Das Schützenläger ist nun betoniert, das Dach erhöht und verlängert, Kipptore montiert und eine Blinkanlage anstelle des Läutwerks installiert. Jedes Mitglied musste ein Tagwerk leisten, oder Fr. 50.—bezahlen. Dank dieser grossen Eigenleistung, konnte dieser Standumbau für rund 5800 Franken realisiert werden.

1972

Freigabe des Diopterkarabiners für alle Schützen. Erhöhung des Jahresbeitrages auf 15 Franken

1976

Erhöhung des Munitionspreises auf 28 Rappen

1977

100 Jahre Feldschützen Unterbach. Zum 100-jährigen Jubiläum fand mit grossem Erfolg ein Jubiläumsschiessen statt. Es beteiligten sich 1134 Schützen.

Programm: 2Probeschüsse,1, 3, Schuss in je einer Minute, 6 Schuss in 90 Sekunden.

Auszeichnungen: 34 Punkte. Junioren, und Veteranen liegend frei 33 Punkte

1978

Infolge Umbau des Restaurants im Gasthof Rössli musste ein neuer Kranzkasten eingebaut werden.

Erfolg beim Feldschiessen: Bei Familie Kohler von Zaun konnten 3 Generationen den Kranz herausschiessen. Dres 04, Hans 36, Hans 62.

1980

Neiger Fred spendet für den Grümpler ein schlachtreifes Schwein.

1981

Erhöhung der Zeigerlöhne auf 10 Franken

1982

Verfehlte Sparübung des Bundes mit Kontigentierung der Kaufmunition.

Gewinn des Oberhasli Wanderbechers durch die Gruppe Wandelhorn in Guttannen mit 440 Punkten. Die Gruppenschützen: Anderegg Hans 47, Glarner Fridolin 35, Glarner Theo 47, Graber Fritz 32 und Moor Hans 28.

1984

An der Hauptversammlung wurde beschlossen an der Ostseite des Schützenhauses eine Schützenstube mit einer kleinen Küche und einer WC Anlage anzubauen. Wenn alles Ehrenamtlich ausgeführt wird betragen die Kosten 35`000 Franken Dem begehren das Vorstandes wird entsprochen, den Anbau zu erstellen und ein Baukredit von maximal 20`000 Franken aufzunehmen . Die Restfinanzierung soll durch Anteilscheine gedeckt werden.

1985

An der Hauptversammlung geht es um das Wirten in der neuen Schützenstube. Im Protokoll steht: Nach längerer Diskussion über die Schliessungszeit, stellt Imdorf Werner den Antrag die Wirtschaft zwei Stunden nach Schiessende zu schliessen. Neiger Willy protestiert und stellt den Antrag, falls auf den ersten Antrag eingetreten werde, das Lokal ab sofort der Heilsarmee zur Verfügung zu stellen. Schlussendlich stellt Schmid Werner den Antrag die Schliessungszeit dem Wirt zu überlassen was zum Beschluss wurde.

1986

Standeinweihungsschiessen: Zu diesem Anlass wurden, am 3., 10. und11.Mai, Schützen der Amtsbezirke Interlaken und Oberhasli eingeladen. Der Anlass war ein grosser Erfolg. Teilname von 781 Schützen, Gabentempel von über Fr. 30`000.- und eine Kranzquote von 45.84%. Programm: 2 Probe, 2, 3, 5 Schuss in je 1 Minute bezw. in 90 Sekunden.

Die Oberländische Delegiertenversammlung fand in der Turnhalle Unterbach statt, organisiert durch die Feldschützen Schattenhalb und Unterbach.

1987

Wurde ein Antrag aus der Versammlung genehmigt, wonach im Juli ein alljährlich wiederkehrender Hirssimatch durchgeführt werden soll

1989

Die ersten Sturmgewehr 90 erscheinen auf dem Schiessplatz

1990

Die Elektronik hält Einzug: An der Ausserordentlichen Versammlung vom 17. August 1990 wurde beschlossen 6 elektronische Scheiben Sius SA 8800 anzuschaffen. Kosten total 167`000 Franken. Zur Finanzierung wurde mit der Gemeinde Meiringen ein Vertrag ausgehandelt, der jährlich folgende Zahlungen der Gemeinde vorsieht. Pro Obligatorisch Schütze Fr. 25.— pro Scheibe Fr. 400.—Von den Schützenkameraden wurden Anteilscheine von ca. 80`000 Franken in Aussicht gestellt . Dazu wurde beschlossen ein wiederkehrendes Frühlingsschiessen zu organisieren.

1991

Erhöhung des Jahresbeitrages von Fr. 15. - auf Fr. 20.-. Der Munitionspreis beträgt 34 Rappen. Die Versammlung beschliesst den Preis der Munition um 6 Rappen zu erhöhen und dieses Geld zum Unterhalt der elektronischen Scheiben zu verwenden.

1993

Oberländisches Schützenfest im Haslital. Grosserfolg mit 8`333, 300 Meter Schützen. Als OK Präsident amtete unser Mitglied Grossrat Werner Imdorf

1994

Das Frühlingsschiessen entwickelt sich sehr gut. Beteiligung 1994: 815 Schützen

1995

Eidgenössisches Schützenfest in Thun. Gewinn des Bärenbechers, und des Glodlorbeerkranzes mit einem Durchschnitt 71.801Punkten.

Am Feldschiessen erzielten wir einen Durchschnitt von 63.625 Punkten und den 5. Rang im Kanton.

1996

Freigabe des Standartgewehres für das allgemeine Schiessen in der Stellung liegend, ohne Bundesprogramme.

1997

Wird an der Hauptversammlung beschlossen beschriftete Vereinsjacken anzuschaffen.

1998

Gewinn des Oberhasli Wanderbechers in Guttannen durch die Gruppe Wandelhorn mit 476 Punkten. Die Gruppenschützen: Glarner Theo 47, Graber Peter 65, Otth Dres 66, Schneider Toni 49 und Zumbrunn Markus 78.

Am 18 September wurden die neuen Statuten genehmigt

2000

Erneuter Gewinn des Oberhasli Wanderbechers in Guttannen durch die Gruppe Wandelhorn mit 464 Punkten. Die Gruppenschützen: Graber Peter 65, Mätzener Roland 65, Otth Dres 66, Schneider Fritz 79 und Zumbrunn Markus 78

2001

Beschlussfassung zur Anschaffung einer neuen Fahne und Standarte

Bei der Firma Sigrist in Langenthal wird eine neue Fahne zum Preis von Fr. 10`790.- und eine Standarte Fr. 6`590.- bestellt.

Um dieses Ereignis würdig zu feiern, findet im Juni 2002 ein Jubiläums - (125 Jahre) und Fahnenweihschiessen statt.